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In Zeiten, in denen Daten als das alleinige neue Öl ausgerufen werden, könnte der Eindruck entstehen, dass Marketing automatisierbar ist und die IT das Ruder übernommen hat. Natürlich bringt die Digitalisierung für den Marketeer großartige neue Möglichkeiten, doch wer spricht eigentlich über die kreativen Ideen, mit denen die Maschine bzw. die Marketing-Automaten überhaupt gefüttert werden (müssen)? Ist Kreativität zwar nicht alles, aber ohne Kreativität alles nichts? Wie „geht“ Kreativität in digitalen Zeiten? Kreative Ideen, innovative Ansätze sind gefragt, um sich von der Konkurrenz abzuheben, aus dem Netz hervorzustechen und Kunden zu beeindrucken. Kreativität wird gerne als etwas Zufälliges und Flüchtiges beschrieben, das man entweder hat oder nicht hat. Gleichzeitig ist Kreativität eine Fähigkeit, über die jeder Mensch verfügt. Unternehmen, die die Kreativität ihrer Mitarbeiter nutzen möchten, müssen ein Umfeld und Rahmenbedingungen schaffen, die es Menschen ermöglicht, ihre Kreativität einzubringen. Kreativität im Unternehmenskontext kann man nicht erzwingen. Man kann jedoch bewusst Rahmenbedingungen schaffen, welche Kreativität fördern und die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass Menschen diese im Sinne des Unternehmens einbringen können und wollen. Auf was es dabei ankommt, zeigt der Vortrag von Florian Rustler auf

Kreativität ist keine Kunst Gute Kreation ist immer die Lösung eines komplexen Problems. Sie braucht aber immer den „guten“ Auftraggeber. Kreativität kann also nur im Austausch und im Vertrauen entstehen. „Kreativität ist für den (Berufs-) Kreativen alles andere als die küssende Muse“, sagt Jan Propach, General Manager Creation bei Serviceplan Köln und Mitglied im Art Directors Club. Gute Kreation ist immer messbar. Aber, und das ist der Haken: erst im Nachhinein. Sie kann niemals eine mangelnde Unternehmens- und/oder Produktstrategie kompensieren. Wie denkt man als Kreativer über Kreativität? Was findet man als Kreativer kreativ? Welche Parameter legt man an? Wie verständigt man sich über Kreativität? Diese Fragen will uns Jan Propach in der Podiumsdiskussion zusammen mit Florian Rustler und Saskia Rosendahl beantworten. Für Saskia Rosendahl, Head of Marketing Chio & POM-BÄR und Head of Communications bei Intersnack, bedeutet Kreativität, out-of-the-box zu denken und Gedanken und Themen zu kombinieren, die auf den ersten Blick nicht wirklich etwas miteinander zu tun haben. Dabei sind Intuition und Mut für sie essenziell, um disruptive Ideen zu entwickeln, die über bestehende Grenzen hinausgehen. So hat sie zusammen mit ihrem Team in diesem Jahr für die Marke Chio Filmhelden und Chips zusammengebracht: Mit Chio Chips Bud Spencer und Terence Hill ließ die Marke zwei schlagkräftige Typen ins Snackregal einziehen. Und das mit größtem Erfolg: Die Limited Edition wurde mit Begeisterung von den Fans aufgenommen und zum viralen Hit. Eine gelungene Idee, die sich durch Kreativität und Mut auszeichnet.